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Sonntag 05 Sep 2010
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Ovarialkarzinom: Längeres progressionsfreies Überleben mit Bevacizumab auch in der zweiten Phase-III-Studie belegt PDF Drucken E-Mail

Die Ergebnisse der zweiten groß angelegten internationalen Phase-III-Studie ICON7 bzw. in Deutschland AGO-Ovar 11 wurden bekannt gegeben: die Behandlung mit Bevacizumab führte in Kombination mit einer Chemotherapie und anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie bei Frauen mit nicht vorbehandeltem Eierstockkrebs zu einem längeren progressionsfreien Über leben verglichen mit Frauen unter alleiniger Chemotherapie.

Eine Beurteilung der Sicherheit ergab ähnliche Nebenwirkungen, wie sie auch in den zulassungsrelevanten Studien mit Bevacizumab beobachtet worden waren. Die Ergebnisse dieser Studie werden voraussichtlich auf dem diesjährigen ESMO (08.
-12. Oktober) vorgestellt.

Über die Studie ICON7/AGO-Ovar 11

An der internationalen, multizentrischen, randomisierten, unverblindeten Studie nahmen 1.528 Frauen mit neu diagnostiziertem nicht vorbehandeltem epithelialen Ovarialkarzinom, primärem Peritonealkarzinom oder primärem Eileiterkarzinom teil, die bereits chirurgisch vorbehandelt wurden. Die Mehrzahl der Patientinnen befand sich im fortgeschrittenen Stadium. Die Patientinnen wurden nach dem Zufallsprinzip in eine der beiden folgenden Behandlungsgruppen eingeteilt:

Arm 1: Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel) über sechs Zyklen
Arm 2: Bevacizumab (7,5 mg/kg alle drei Wochen) in Kombination mit Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel) über sechs Zyklen, anschließend Bevacizumab alleine (über insgesamt 18 Zyklen und einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten)

Primärer Endpunkt der Studie ist das PFS gemäß Beurteilung durch die Prüfärzte. Sekundäre Endpunkte der Studie sind das Gesamtüberleben, die Ansprechrate, die Dauer des Ansprechens, die Lebensqualität und die Sicherheit.

Die Studie wird vom Medical Research Council (MRC) in Großbritannien finanziert, von der MRC Clinical Trials Unit geleitet und über ein internationales Netzwerk von Forschern der Gynaecologic Cancer InterGroup (GCIG) durchgeführt. Die Gynaecologic Cancer InterGroup (GCIG) ist ein Zusammenschluss von Vertretern internationaler und nationaler Forschungsgruppen, die klinische Studien zu gynäkologischen Krebsarten durchführen. Sie hat zum Ziel, die internationale Zusammenarbeit im Bereich der klinischen Forschung durch qualitativ hochwertige Studien zu fördern.

 

 

 

 

 

 

Quelle: www.journalonko.de

 

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Bild: Kölsche Verzäll

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