





| Erhaltungstherapie mit Rituximab in der Erstlinienbehandlung halbiert Rezidivrisiko bei follikulärem Lymphom |
|
|
|
|
Die Induktions- und anschließende Erhaltungstherapie mit dem monoklonalen anti-CD20-Antikörper Rituximab gilt schon heute aufgrund der überzeugenden Datenlage als Therapiestandard für Patienten mit follikulärem Lymphom (FL). Für die Rezidivtherapie des follikulären Lymphoms gilt dies bereits seit mehreren Jahren. Dass dies auch auf die Primärsituation zutrifft, belegen nun die von Studienleiter Gilles Salles vom Centre Hospitalier Lyon Sud, Lyon/Frankreich, auf der diesjährigen Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) präsentierten Ergebnisse der Phase-III-Studie PRIMA (Primary Rituximab and Maintenance). In diese Studie der Groupe d’Etude des Lymphomes de l’Adulte (GELA) wurden insgesamt 1.217 Patienten mit follikulärem Lymphom eingeschlossen (1). Patienten, die auf eine Induktionstherapie mit 8 Infusionen Rituximab in Kombination mit Chemotherapie mit einer CR oder PR angesprochen hatten, wurden nach Randomisierung entweder über zwei Jahre in einen Beobachtungsarm eingeschlossen (n = 513) oder erhielten alle zwei Monate über einen Zeitraum von zwei Jahren (n = 505) Rituximab in einer Dosis von 375 mg/m2. Nach 25 Monaten medianer Nachbeobachtungszeit, zeigte die MabThera Erhaltungstherapie eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS; primärer Endpunkt) von 82 % versus 66 % für die Beobachtungsgruppe (Hazard-Ratio {HR} 0,50; Konfidenzintervall {KI} 0,39-0,64; p < 0,0001). „Damit konnte das Risiko für eine Progression halbiert werden“, betonte Salles. Diese Wirkung war durchgehend in allen relevanten Subgruppen zu beobachten, also unabhängig von Alter, Geschlecht, FLIPI-Index, Induktionstherapie und vorherigem Ansprechen auf die Induktionstherapie (partielles oder komplettes Ansprechen). Auch bei den sekundären Endpunkten zeigten sich konsistente Ergebnisse für MabThera. Das Risiko, in der Beobachtungszeit eine neue Lymphomtherapie beginnen zu müssen, verringerte sich um 39 % (HR: 0,61; p = 0,0003), das Risiko, eine neue Zytostatika-Behandlung beginnen zu müssen, um 40 % (HR: 0,60; p = 0,0011) versus der Beobachtungsgruppe. Und dies, bei bekannt gutem Verträglichkeitsprofil, so der französische Onkologe: „Insgesamt wurde Rituximab in der Erhaltungstherapie gut vertragen“, das Sicherheitsprofil entsprach dem bekannten aus vorherigen Studien ohne neue oder unerwartete Nebenwirkungen. Fazit von Salles: Die Antikörper-basierte First-Line-Induktions- und Erhaltungstherapie bietet die beste Chance auf eine verlängerte Remission. Das initiale Regime Rituximab plus Chemotherapie, gefolgt von einer zweijährigen Erhaltungstherapie mit Rituximab kann damit als der neue Therapie-standard bei behandlungsbedürftigen Patienten mit follikulärem Lymphom angesehen werden. Die neuesten, im May 2010 veröffentlichten Therapie-Richtlinien der European Society for Medical Oncology (ESMO) haben die Rituximabhaltige Induktionstherapie gefolgt von einer MabThera-Erhaltungstherapie bereits mit hohem Evidenz- und Empfehlungsgrad aufgenommen (2). Die Zulassungserweiterung für MabThera für die Erhaltungstherapie in der Erstlinienbehandlung des follikulären Lymphoms wurde von Roche und Genentech bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA und der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA beantragt und wird für Ende des Jahres erwartet. Zur PRIMA-Studie Die internationale, multizentrische, randomisierte klinische Phase III-Studie PRIMA (Primary Rituximab and Maintenance) der Groupe d’Etudes de Lymphomes de L’Adulte (GELA) umfasste 1.217 Patienten mit zuvor unbehandeltem follikulärem Lymphom (Grad 1, 2, 3a) und hoher Tumorlast (nodale / extranodale Masse > 7 cm) aus 25 Ländern und 223 Zentren im medianen Alter von 56 Jahren (52% Männer). 90% der Patienten befanden sich im Ann Arbor-Stadium III-IV, 33 % wiesen B-Symptome auf und bei 56% fand sich eine Knochenmarkbeteiligung (21 % FLIPI 0-1; 36 % FLIPI 2; 43 % FLIPI 3-5). Die Induktionstherapie bestand aus 8 Zyklen MabThera plus Chemotherapie mit Patienten, die auf diese Induktionstherapie angesprochen hatten, wurden randomisiert und entweder über zwei Jahre alle zwei Monate mit MabThera (375 mg/m² i. v.; 12 Zyklen) als Erhaltungstherapie weiter behandelt oder nur beobachtet. Quellen:
Quelle: www.journalonko.de
|
![]() | Heute | 131 |
![]() | Gestern | 199 |
![]() | Woche | 1365 |
![]() | Monat | 958 |
![]() | Gesamt | 120111 |