





| ASCO 2010: Hoher Nutzen einer Langzeittherapie mit Sunitinib beim metastasierten Nierenzellkarzinom |
|
|
|
|
Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) profitieren von einer Langzeittherapie mit Sunitinib (Sutent®). Dies bestätigen neue Daten, die auf dem diesjährigen ASCO in Chicago vorgestellt wurden. In einer retrospektiven Analyse entfielen 59 von 64 beobachteten Komplettremissionen unter Therapie mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor auf Sunitinib.(1) Zudem blieben in einer weiteren Untersuchung 24 von 139 Patienten unter Sunitinib mindestens 18 Monate progressionsfrei (PFS). (2) Die TWiST-(time without disease progression or toxicity)-Analyse zeigte darüber hinaus, dass nur etwa 5% der gesamten progressionsfreien Zeit mit Nebenwirkungen von Grad 3/4 einhergehen. (3) „Auch bei langer Therapiedauer mit Sunitinib bleibt die Lebensqualität erhalten“, sagte Frau Prof. Elke Jäger, Chefärztin der II. Medizinischen Klinik des Krankenhauses Nordwest Frankfurt am Main, bei einer Post-ASCOPresseveranstaltung von Pfizer.(4) Was beim ASCO ebenfalls deutlich wurde: Bei mRCC-Hochrisikopatienten empfiehlt sich weiterhin die Therapie mit Temsirolimus (Torisel®). So zeigte sich die Effektivität des mTOR Inhibitors nicht nur in der Zulassungsstudie (5), sondern mit einem PFS von 4,8 und einem OS von 13,8 Monaten auch unter klinischen Alltagsbedingungen (Registerstudie STAR-TOR).6 „Damit bleiben Sunitinib und Temsirolimus ein Referenzstandard in der Erstlinien-Therapie des mRCC“, fasste Prof. Markus Kuczyk, Direktor der Klinik für Urologie, Medizinische Hochschule Hannover, und Mitglied der Europäischen Leitlinienkommission, die mRCC-relevanten Erkenntnisse vom ASCO 2010 zusammen. (4) In einer sich wandelnden Therapielandschaft beim mRCC hat sich Sunitinib als eine effektive Standardbehandlung in der Erstlinie manifestiert. Weltweit wurden in der klinischen Praxis und in klinischen Studien bisher mehr als 90.000 Patienten mit dem oralen Multi-Kinase-Inhibitor behandelt. (7) Grundlage für den hohen Stellenwert von Sunitinib in der mRCCTherapie sind die überzeugenden Wirksamkeitsdaten der zulassungsrelevanten Phase III-Studie und eines großen Expanded-Access-Programms (EAP). (8,9) So konnte das PFS gegenüber Interferon-alpha (IFN-α) mehr als verdoppelt werden (11 vs. 5 Monate; p<0,001), mit 47% vs. 12% erreichten die Patienten eine viermal höhere Ansprechrate (p<0,001). Das OS betrug unter Sunitinib im Median 26,4 Monate, unter IFN-α waren es 21,8 Monate (p=0,051). „Die zielgerichtete Therapie Sunitinib hat in einer Phase-III-Studie beim metastasierten Nierenzellkarzinom sehr hohe Ansprechraten gezeigt. Zudem kann die Substanz auf robuste Gesamtüberlebensdaten von 26,4 Monaten verweisen“, sagte Prof. Kuczyk. (4) TWiST-Analyse spricht für einen hohen Nutzen von der Therapie mit Sunitinib Im gesamten Therapieverlauf mit Sunitinib, das sind im Median 11 Monate, bleibt die Lebensqualität erhalten, betonte Frau Prof. Elke Jäger. Bekannt ist, dass sich die Lebensqualität unter Sunitinib im Therapieverlauf verbesserte und bisher keine kumulative Toxizitäten auftraten. (10,11) Die TWiST-(time without disease progression or toxicity)-Analyse zeigte nun erstmals, dass die Zahl der mit höhergradigen (Grad 3/4) Toxizitäten assoziierten Tage im Vergleich zur erreichten progressionsfreien Zeit ohne höhergradige Toxizität ausgesprochen gering war: im Mittel betrug sie 19 Tage gegenüber 335 Tagen. (3) Dies ist nach Einschätzung der Onkologin „ein sehr respektabler, langer Zeitraum“. (4)
Auch für mRCC-Hochrisikopatienten brachte der ASCO gute Nachrichten. Aktuelle Auswertungen der Registerstudie STAR-TOR bestätigen die guten klinischen Studienergebnisse zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Temsirolimus (Torisel®), der Standardtherapie in diesem Kollektiv (5,6,12). Die mit dem mTOR-Inhibitor behandelten Patienten erreichten unter Alltagsbedingungen im Median ein progressionsfreies Überleben von 4,8 Monaten und ein Überleben von 13,8 Monaten, wobei auch Patienten über 65 Jahren und mit nichtklarzelliger Histologie ein mit der Gesamtpopulation vergleichbares PFS erzielten. Die Rate therapiebedingter schwerer Nebenwirkungen lag bei 10,6 %. (6) Fazit Auf Basis einer erweiterten Evidenz bestätigen die neuen Daten Sunitinib als Referenztherapie bei mRCC-Patienten mit niedrigem und mittlerem Progressionsrisiko. Die Langzeittherapie mit Sunitinib hält immer stärker Einzug in den klinischen Alltag - hier wurden steigende Ansprechraten mit zunehmender Therapiedauer und inzwischen eine bislang noch für keine andere Targeted Therapy publizierte Anzahl an Komplettremissionen bei mRCC beobachtet. Die progressionsfreie Zeit in der Zulassungsstudie war um ein Vielfaches höher als die Zeit, in der die Patienten mit Grad 3/4 Toxizitäten konfrontiert waren. Dies ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität unter der Therapie mit Sunitinib. Bei mRCC-Hochrisikopatienten stellt der mTOR-Inhibitor Temsirolimus im klinischen Alltag eine effektive und verträgliche Therapieoption dar. Die Daten aus dem Patientenregister STAR TOR sind mit den Daten aus der Zulassungsstudie absolut vergleichbar. Insgesamt stützen die Daten vom ASCO die Empfehlungen und Leitlinien nationaler und internationaler Fachgesellschaften, in denen Sunitinib und Temsirolimus in der Erstlinien-Therapie beim mRCC empfohlen sind. (13,14,15) Referenzen Quelle: Pfizer
|
![]() | Heute | 131 |
![]() | Gestern | 199 |
![]() | Woche | 1365 |
![]() | Monat | 958 |
![]() | Gesamt | 120111 |